Kursverlauf: 1 Unze Silber in US-Dollar, 1 Woche Kursverlauf: 1 Unze Gold in US-Dollar, 1 Woche

Chinas Goldene Zukunft

Vor kurzem wurde bekannt, dass die chinesische Regierung ihre Bürger offen zum Kauf von Gold & Silber animiert. Die Bürger werden quasi dazu aufgefordert einen Teil ihres Vermögens in feste Werte umzuwandeln.

Das Besondere dabei ist, dass China, mittlerweile größter Goldproduzent der Welt, quasi alles im Land geförderte Gold auch selbst behält. So kauft die chinesische Zentralbank alles im Land geförderte Gold selber auf. Das Gold für die Bürger muss also importiert werden. Nun ist ein Großteil der Chinesen sicherlich nicht so vermögend um Gold in größeren Mengen zu erwerben, doch gibt es einen nicht unbedeutenden Prozentsatz der Bevölkerung der die Mittel für ein großen Investment in Gold besitzt.

Das handeln der Chinesen ist auf morgen und übermorgen ausgerichtet.

Goldenes und zufriedenes Gesicht: Die Chinesen richten ihr Handeln auf Morgen und Übermorgen aus.

Die Folgen werden ganz klar, vor allem auf längere Sicht, steigende Preise beim Gold sein. Wenn sich zeigt das ein Investment in Gold gute Gewinne verspricht, dann wird bei steigenden Preisen auch noch der Teil investieren, der bisher zögernd und abwartend, am Rande steht. Das wiederum wird das Angebot weiter verknappen und automatisch zu steigenden Preisen führen.

Silber wird das bessere Gold sein

Eine Besonderheit ist Silber. Silber war lange Zeit, quasi bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, gesetzliches Zahlungsmittel in China. Silber war das Geld der Menschen in China. Es gab Münzen und Barren in verschiedenen Größen die damals als Zahlungsmittel zirkulierten.

Wer sich davon selbst ein Bild machen will, dem seien die klassischen Romane des alten Chinas empfohlen, in denen man einen guten Einblick in die damalige Gesellschaft erhält. Die Chinesen haben quasi eine zärtliche Beziehung zu Silber. Man muss sich nur vor Augen führen, was passieren wird, wenn die breite Masse dort wirklich einen Teil ihres Vermögens in Silber umschichtet.

Silber kann sich fast jeder Chinese leisten

Doch ist der Markt, also das Angebot von Silber noch viel begrenzter als bei Gold. Rechnerisch könnte jeder Chinese 1 Unze Silber kaufen, dann wären die aktuellen Lagerbestände leer. Es gäbe weltweit kein Silber mehr auf den Märkten zu kaufen. Steigende Silberpreise würden andere Investoren nachziehen, der Silberpreis würde dann nicht nur steigen, er würde explodieren!

Kurse von über 250 US$ pro Unze würden das untere Limit darstellen.

Was verfolgt China mit dieser Politik?

Das Loswerden von US-Dollar

Wahrscheinlich verfolgt die chinesische Regierung langfristige Ziele damit. So kann China relativ unauffällig einen Teil seiner riesigen Währungsreserven, die größtenteils aus US $ bestehen, abbauen.

Edelmetalle ins Land

Des weiteren holen sie damit einen Großteil der Gold- und Silberbestände ins Land, was besonders in Hinblick auf den Peak bei der Förderung, etwa 2030, bedeutsam ist!

Einführung eines Edelmetallstandards

Eine weitere Möglichkeit ist die Einführung eines Goldstandards. China erweitert seine Goldreserven stetig, allerdings sind diese für einen reinen Goldstandard noch zu gering. Ein Bi-Metallstandard aus Gold und Silber ist denkbar, genauso wie die Möglichkeit einer Konfiszierung von Gold, ähnlich den USA in den 30er Jahren.

Die Menschen werden aufgefordert werden, alles Gold aber einer bestimmten Menge (damals durften 100g Gold im Privatbesitz verbleiben) bei der Regierung gegen einen festen Preis abzugeben. Das würde die Goldreserven Chinas sofort stark ansteigen lassen, so dass auch ein reiner Goldstandard denkbar ist. Das dies deutlich einfacher ist, als etwa in einer Demokratie, steht außer Frage.

Fazit

Das alles führt uns zur Schlussfolgerung, dass unabhängig von einem Systemcrash o.ä., der Bullenmarkt bei Edelmetallen noch gar nicht richtig eingesetzt hat. Gerade erst werden Gold & Silber als Investment wieder entdeckt und die Eigendynamik nimmt langsam erste Formen an.

Gold uns Silber sind die Anlageklassen der Zukunft!

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Bildmaterial: Thomas Max Müller, pixelio

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