Kursverlauf: 1 Unze Silber in US-Dollar, 1 Woche Kursverlauf: 1 Unze Gold in US-Dollar, 1 Woche

Täglich werden es immer mehr Menschen, die aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise sorgenvoll in die Zukunft blicken.

Finanzkrise

Das Unwort des Jahres 2007 „Finanzkrise“ schien damals weit weg von der deutschen Wirtschaft und vom deutschen Bürger. Es betraf vor allem die IKB und die Sachsen LB, die mit staatlichen Geldern gestützt wurden. Schon damals beruhigte unsere Regierung, dass es sich um ein US-amerikanisches Problem handele, welches kaum Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben würde. Auch heute gaukeln uns Frau Merkel und Herr Steinbrück noch Sicherheit vor.

Inflation und Währungsverfall

Trotz der aktuellen Meldung des statistischen Bundesamts, dass die Inflationsrate auf null gesunken sei, wird zunehmend ein Wiederanstieg der Rate befürchtet. Dies gilt als die weniger schmerzvolle Variante, wie Staaten und Unternehmen sich von Teilen ihrer Schulden befreien können. Der harte Schnitt wäre eine Währungsreform.

Staaten, in denen die Krise schneller zugeschlagen hat, haben schon einen erheblichen Währungsverfall: Island, Ungarn, Ukraine. Der Wert des US-Dollars bröckelt ebenfalls. Allerdings gibt es starke Unterstützungsmaßnahmen der europäischen und asiatischen Zentralbanken. Ein starker Wertverlust träfe Asien nämlich erheblich, da Asien auf einem riesigen Berg von US-Dollars sitzt: Handelsbilanzüberschüsse. Fällt der Dollar, verlieren die Asiaten Geld. Allein China würde 150 Milliarden einbüßen, wenn der Dollar um 10 % zurückginge.

In Europa sieht es nicht besser aus: Die EZB-Währungsreserven bestehen zu 75 % aus US-Dollar.

Gold und Silber

Beide Edelmetalle gelten als älteste Währung der Welt. Sie sind krisensicher und inflationsresistent. In den vergangenen Monaten sind die Preise für Gold und Silber gestiegen und werden weiter steigen, da immer mehr Käufer auftreten. Aus China ist bekannt geworden, dass die Notenbank die Goldreserven suggestive aufstockt. Zudem erscheinen immer mehr private Anleger, die anfangen Gold und Silber zu kaufen. Deutschland ist im ersten Quartal zum Käuferland Nummer eins geworden. Allerdings gibt es bei uns auch einen großen Nachholbedarf. In anderen Ländern gehören Edelmetalle zu Vermögensstreuung selbstverständlicher dazu.

Zwar sind die Produzenten bemüht, die Förderungskapazitäten auszubauen und obwohl sich die Industrie – besonders die Schmuckindustrie – derzeit mit Käufen zurückhält, steigen trotzdem die Preise.

Ob es einen fairen Preis überhaupt gibt und wo dieser liegt, kann niemand 100%ig sagen. Gewiss scheint aber, dass getrieben durch die weltweite Wirtschaftskrise immer mehr Anlegergeld in Gold und Silber fließen wird. Bis jetzt kaufen vor allem einige wenige Informierte oder solche, die gute Berater haben.

Die Blase

Natürlich wird es zu einer Blasenbildung kommen. Spätestens wenn die Bild-Zeitung „Goldrausch – Mütter legen Haushaltsgeld in Gold an“ titelt, ist es soweit. Solch eine Schlagzeile markiert den Höhepunkt der Blase. Dies ist gleichzeitig der beste Ausstieg. Hoffentlich ist bis dahin die Frage nach einer wertstabilen Währung gelöst.


 
Bis dies soweit ist, gibt es noch viel Spielraum nach oben. Derzeit befinden wir uns in einem gestiegenen Markt. Gold hat sich beispielsweise in den letzten 10 Jahren im Preis verdreifacht. In der letzten wirklichen Wirtschaftskrise (1979/80) stieg der Wert in der Spitze um das 20-fache. Silber erzielte einen 40-fachen Anstieg.

Nachdem Überwinden der Wirtschaftskrise, ging der Preis aber nie auf das Ausgangsniveau zurück.

Fazit

  • die aktuelle Wirtschaftkrise geht irgendwann wieder vorbei
  • Edelmetalle werden anschließend nicht mehr so günstig sei, wie vor der Krise
  • es wird zu einer Edelmetallblase kommen
  • wer zu den aktuellen Preisen kauft, kann sehr viel gewinnen
  • es gibt ein Verlustrisiko, dieses ist gering, ein Totalverlust ist ausgeschlossen
  • richtige Verlierer werden die Käufer sein, die in der heißen Phase der Blase einsteigen

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