Kursverlauf: 1 Unze Silber in US-Dollar, 1 Woche Kursverlauf: 1 Unze Gold in US-Dollar, 1 Woche

In diesem Monat gab das Statistische Bundesamt eine offizielle Inflations­rate von 0,0 Prozent bekannt. Vor einem Jahr waren es noch 2,7 Prozent. Statistiken erfassen Kennwerte der Vergangenheit, können also nur im Nachhinein aufgestellt werden.

Umfragen hingegen spiegeln das aktuelle Meinungsklima wider. So haben laut repräsentativen Befragungen breite Teile der Bevölkerung zunehmend Zukunftssorgen und erwarten einen Anstieg der Inflationsrate. Als Grund hierfür wurde die Ungewissheit bezüglich der Auswirkungen der Finanzkrise angegeben. Doch auch Umfrageergebnisse sind ähnlich wie auch Statistiken nicht besonders gut geeignet um Zukunftsszenarien vorauszusagen.

Solide wirtschaften heißt Rücklagen bilden

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Unternehmen und private Haushalte, die solide wirtschaften, bilden Rücklagen. Wenn Sie der Gruppe angehören, die davon ausgeht, dass wir mit einer höheren Inflation, vielleicht sogar über mehrere Jahre zurechnen haben, dann lohnt es, sich mit Edelmetallen näher zu beschäftigen.

Als Beimischung zur Rücklage geeignet

Gold und Silber sind die gebräuchlichsten Edelmetalle. Sie erwirtschaften weder Zinsen noch Dividende. Ihr Preis fällt oder steigt lediglich. Sie sind deshalb zur Bildung von Rücklagen geeignet, da sie weitestgehend inflationsresistent sind.

Papiergeld, also eine Rücklage als Bankguthaben, verliert bei steigenden Inflationsraten schnell an Kaufkraft. Dem Edelmetall liegt der Materialwert, der sich aus Angebot und Nachfrage ergibt, zu Grunde. Selbst bei einer Währungsreform, wie unwahrscheinlich sie auch seinen mag, bleibt der Wertspeicher Edelmetall erhalten, denn der Wert von Gold und Silber kann nicht wie bei Aktien auf null sinken.

Eine Wertsteigerung beim Silber gilt unter Experten als sehr wahrscheinlich. Glaubt man der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, reicht der weltweite Silbervorrat nur noch 29 Jahre. Silber ist also ein sehr knapper Rohstoff, der vor allem in der Industrie Verwendung findet. Beispielsweise enthält ein PKW im Durchschnitt eine Unze Silber.

Die Steuerfrage

Bei physischer Rücklage fallen 7 Prozent Umsatzsteuer auf Münzen und 19 Prozent auf Silberbarren an. Diese können problemlos als Vorsteuer abgezogen werden. Gold ist umsatzsteuerfrei. Bei Käufen über die Börse, sollte man auf eine 100-prozentige Hinterlegung achten.

Wertzuwächse sind nach einem Jahr steuerfrei

In einkommensteuerlicher Hinsicht gilt das Welteinkommensprinzip. Dies bedeutet, dass jeder, der einen Wohnsitz in Deutschland hat, alle Einkünfte die er weltweit erzielt dort versteuern muss. Das deutsche Einkommensteuerrecht kennt sieben Arten von Einkünften, die zu versteuern sind.

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Der bloße Besitz von Edelmetallen stellt ebenso wenig eine steuerpflichtige Einkunftsart dar wie eventuell seit Kauf erfolgte Wertzuwächsen. Erst wenn Kauf und Verkauf des Edelmetalls innerhalb von einem Jahr erfolgen, ist ein etwaiger Veräußerungsgewinn nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG zu versteuern (sogenanntes Spekulationsgeschäft). Sobald man aber das Edelmetall länger als 1 Jahr hält und es dann mit Gewinn verkauft, ist dieser Gewinn steuerfrei. (heutige Rechtslage)

menz-und-partnerDieser Artikel erschien vor wenigen Tagen in der Kundenzeitschrift der Kanzlei Menz & Partner – Rechtsanwälte Steuerberater – Memmingen und Kempten.

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Bildmaterial: Hofschlaeger · derateru (beide pixelio)

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