Kursverlauf: 1 Unze Silber in US-Dollar, 1 Woche Kursverlauf: 1 Unze Gold in US-Dollar, 1 Woche

Wir haben ihnen in einem älteren Artikel ja bereits ETFs als Mittel der Anlage in Gold & Silber empfohlen, und dabei explizit auf die ETFs der schweizerischen ZKB verwiesen.

Bericht über Unregelmäßigkeiten bei Silber ETFs

Wie auf http://www.investor-verlag.de/leser-reaktion-zum-artikel-silber-etf-manipulation/104040564/ nachzulesen, gibt es bei anderen ETFs erhebliche und berechtigte Zweifel hinsichtlich ihrer physischen Hinterlegung mit Silber.

Bei diesen beiden ETFs wurden die Lagerbestände überprüft und das Ergebnis viel vernichtend aus. Barren, die in verschiedenen ETFs gelistet sind, mehrfache Verwendung von Seriennummern und die vielfache Verwendung von sogenannten „Ungefähr-Duplikaten“ mit mit nahezu identischen Seriennummern, identischen Gewichten und identischen Hersteller, in einer Häufigkeit die mathematisch sehr auffällig ist, lassen den Schluss zu, dass die physischen Bestände dieser ETFs nicht korrekt sind.

Ein Kartenhaus, was zusammenfallen wird?

Nach dem die auffälligen Barren aus der Berechnung entfernt wurden, sank der Bestand der ETFs um bis zu 82%!

Ja, Sie haben richtig gelesen, gerade einmal 18% der Bestände konnten als zweifelsfrei und einmalig vorhanden deklariert werden!

Wozu machen Banken sowas?

Banken verkaufen Anteilsscheine ihrer ETFs an den Börsen und verpflichten sich im Gegenzug diesen Schein auch zu 100% mit physischen Edelmetall zu hinterlegen.

Nehmen wir jetzt aber mal an, wie im obigen Beispiel, dass die Bank dies nicht oder nur zum Teil (50%) tut. D.h. 50% des Kaufpreises stehen der Bank frei zur Verfügung. Was würden Sie jetzt damit machen? Sie könnten das Geld verleihen, Aktien kaufen, es dafür nutzen irgendwelche Löcher in ihren Bilanzen zu stopfen oder aber Sie könnten auf fallenden Silberpreise spekulieren, also „short“ in Silber gehen.

Das hat ganz klar den Vorteil, dass später, wenn der Kunde eine Auslieferung seines Silbers verlangt, der Silberpreis niedriger sein wird als zu dem Zeitpunkt wo er die Anteile am ETF gekauft hat. Die Bank hat also nicht nur durch Kauf- und Lagergebühren plus gemacht! Sie hat vor allem an der Differenz zwischen dem Kaufpreis des ETFs damals und dem Preis für Silber als der Kunde auf Auslieferung bestand gut verdient. Nun stellen Sie sich einmal vor, wenn das nicht nur eine Bank alleine macht, sondern viele Banken machen würden. Der Silberpreis würde künstlich unten gehalten werden.

Was spricht trotzdem für einen steigenden Silberpreis?

Die Menge an verfügbaren Silber geht an den Märkten immer weiter zurück, trotz Manipulationsversuche seitens der Banken. Die ETFs haben also physisch deutlich weniger Silber akkumuliert als sie angegeben haben. Trotzdem ist das Angebot an Silber immer weiter zurückgegangen bei steigender Nachfrage. Das zeigt, dass die Silberbestände eben nicht so groß sind wie manche uns immer Glauben lassen wollen.

Nun stellen Sie sich einmal vor, dass plötzlich ein Großteil der ETF-Anteilseigner ihr Silber verlangen würde. Die ETFs aber selbst nicht so viel haben, da sie nur einen Teil physisch hinterlegt haben, aber physisch ausliefern lassen müssen. Die Folge wäre ein explosionsartiger Anstieg der Silberpreise! Es ist einfach nicht genug Silber physisch verfügbar um diese Nachfrage dann zu bedienen.

Fazit

„Goldene Aussichten“ für alle die ihr Silber physisch zu Hause oder in einem Bankschließfach haben!

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3 Kommentare auf “Hände weg von unsicheren ETFs”

  1. Papa sagt:

    Das ist ja „funny“. Also, die Notenbanken handeln unter sich weniger mit Gold. Aha. Auswirkungen hat das nur über Zeitungsberichte sonst nichts.

    Interessant finde ich wie Gold verliehen wird (zu ca. 1 bis 2 Prozent Zinsen). Es wäre ja will zu umständlich Tonnen zu transportieren. Also stellt die Notbank beispielsweise einen Schein aus „1 Tonne Gold“. Der Käufer, eigentlich nur große Banken, haben den Vorteil das Gold nicht lagern zu müssen, sie verkaufen es als „Papiergold“ weiter. Also ein Zettel auf dem draufsteht, dir gehört eine Tonne Gold. Lagerort Fort Knox.

    Allerdings will die Notenbank den Zettel ja wieder zurück haben, nach Ablauf der Ausleihezeit. Wenn die Bank den Zettel nicht zurückkaufen kann (was bei Papiergold an der Börse bisher eher unwahrscheinlich ist), dann bekommt so gar die Notenbank zusätzliches Gold geliefert. Und da keiner bei der Notenbank nachzählen kann wie viel Gold da ist, kann sie mehr Gold verleihen als sie hat. Sie stellt ja nur Zettel (Papiergold) aus.

    Fazit: Es wird derzeit mit wesentlich mehr Gold gehandelt als überhaupt physisch verfügbar ist. Die Gefahr ist sehr groß, dass in Deviraten etc. fast nur nicht real existierendes Papiergold drin ist. Auwaia!

  2. roepky sagt:

    Ja das stimmt, was da teilweise an Papiergold hin- und hergeschoben wird, nur um den Preis zu beeinflußen ist wesentlich mehr als physisch verfügbar ist. Manche meinen ja auch schon, das in Fort Knox wesentlich mehr Zettel als physisches Gold lagern. Von dem dt. Gold in den Kellern der FED ganz zu schweigen. Interessant ist dann aber die Frage, wohin das physisches Gold, was ja mal einwandfrei da war, geflossen ist. Wir bleiben da drann und werden in einem der nächsten Artikel dazu berichten!

    Gruss
    roepky

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