Kursverlauf: 1 Unze Silber in US-Dollar, 1 Woche Kursverlauf: 1 Unze Gold in US-Dollar, 1 Woche

Dieser Artikel stellt nicht mehr die aktuelle Rechtslage da => siehe Kommentare

Der silberne Philharmoniker ist mit einem Nennwert von 1,50 Euro offizielles Zahlungsmittel im Euroraum. Zwischen den EU-Mitgliedsstaaten sowie Drittländern gilt auf Grund der Geldwäschegesetzgebung eine Anmeldung beim Zoll, wenn 10.000 Euro oder mehr über die nationalen Grenzen gebracht werden.

207 kg Silber legal über die Grenze

philharmonikerMit dem Wiener Philharmoniker im Gepäck kann man 6.666 Münzen (rund 207 kg Silber) von einem Land ins nächste transportieren, ohne dass man gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt – so der Kurier (http://www.kurier.at/geldundwirtschaft/1919684.php – leider wurde die Seite zwischenzeitlich gelöscht!). Dies entspricht einem heutigen Gegenwert von circa 83.000 Euro.

99 Gold Münzen

Analog funktioniert dies mit dem Philharmoniker Gold. Der Nennwert beträgt 100 Euro. Mit 99 Münzen im Gepäck könnte man einen heutigen Gegenwert von 71.000 Euro mitnehmen.

Anmerkung

zollEs muss sich nicht zwangsläufig um Schwarzgeld handeln. Häufig möchten Menschen Teile ihres Vermögens als stille Reserve ins Ausland bringen. Es liegt auf der Hand, dass sie kein großes Interesse daran haben, mehr Leute als unbedingt nötig davon in Kenntnis zu setzen.

Gerade die Wertaufbewahrungsform Gold und Silber bietet sich an, weil beide Materialien weder Zinsen noch Dividenden abwerfen. So kann im Laufe der Zeit keine Steuerhinterziehung begangen werden, da im Ausland daraus keine Einkünfte entstehen. Eine Wertsteigerung des Materials ist keine Einnahme, wenn es nicht verkauft wird.

5 Kommentare auf “Silber Philharmoniker als legales Schmuggelgut”

  1. Peter Koslofsky sagt:

    Ausführlicher Artikel des Spiegels zum Thema: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,633464,00.html

  2. astra sagt:

    Kommentar zur angeblichen Falschmeldung:
    http://www.goldseiten-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=11827&s=ba82886ca46f5552f404f597fd9b7abdd3d6111c

    Sehr geehrter Herr Reymann,

    bei den Münzen Wiener Philharmoniker handelt es sich um keine ausländischen Münzen, die in Euro umgerechnet werden müssen. Auf der Münze selbst steht der Nennwert dies gesetzeslichen Zahlungsmittels: 1,50 Euro bzw. 100 Euro. Bei unseren 10 Euro Münzen der Bundesbank rechnet ebenfalls niemand in den Materialwert um.

    Östereich und Deutschland sind beide Mitglieder der Europäischen Union. Die Ausgangsrechtsrundlagen in Bezug auf Waren- und Kapitalverkehr sind europäisch. In bezug auf dieses Rechtsgebiet ist sind beide Staaten Inland.

    Silber in Barren ist übrigens kein Zahlungsmittel, sondern eine Ware und kann ohne jegliche Anmeldung zwischen Deutschland und Österreich hinundher transportiert werden. Genau wie Gurken oder Armbanduhren.

    Rechtsgrundlage dafür ist elementares EG-Recht.

  3. Schmitt sagt:

    Sehr geehrter astra,
    so wie die 10 Euro Gedenkmünzen nur gesetzliches Zahlungsmittel IN DEUTSCHLAND und nicht in der EU sind, sind die österreichischen 1,50 Euro Philis gesetzliches Zahlungsmittel IN ÖSTERREICH und damit im Ausland Deutschland ausländische Münzen / Zahlungsmittel.
    Noch gibt es innerhalb der EU verschiedene Staaten.
    Nur der Handelswert der ausländischen Münzen in Euro ist vom deutschen Zoll anzusetzen auch wenn der Zoll wie die Zeitungsfritzen und andere es nicht kapieren.

  4. Wirklich ein selten dämlicher Artikel von Spiegel Online, den aber Journalisten auf der ganzen Welt abgeschrieben haben, bis hin zur New York Times und russischen Zeitungen… sachlich aber falsch, da Edelmetalle auch auf Nachfrage meldepflichtig sind, wenn der WERT 10.000 Euro übersteigt. Ausserdem müsste der angebliche deutsche Steuerhinterzieher in Österreich 20% MwSt auf die Münzen zahlen, die er in Deutschland einfachst mit 7% kaufen könnte. Zudem wiegen 100.000 Euro über 200 kg in Münzen, – da hängt jedes Auto hinten etwas runter und selbst der dämlichste Zöllner würde das sehen. Abgesehen davon gibt es zwischen Österreich und Deutschland so gut wie keine Grenzkontrollen mehr, – warum sollte ein Steuerhinterzieher dann überhaupt so einen Affentanz machen. In meinen Augen entweder ein konstruiertes Beispiel, welches keinerlei Rechtsgrundlage hat oder ein vereinzelter Irrer, der sicher nicht viele Nachfolger haben wird. Dem Journalisten, der das geschrieben hat, gebührt die Silberne Zitrone für schlechte Recherche.

  5. Philharmoniker sagt:

    Der Artikel ist falsch.
    http://www.zoll.de/faq/bargeld_barmittel/bargeld/index.html#bargeld4 :
    Die in Rede stehenden 1,50 Euro Münzen „Wiener Philharmoniker“ sind als „Bargeld gleichgestelltes Zahlungsmittel“ anzusehen. Bei der Berechnung des Schwellenwertes (10.000 Euro) bzgl. der Anzeigepflicht ist deshalb nicht der Nominalwert, sondern der tatsächliche Wert zugrunde zu legen.

    Trotz Einordnung der österreichischen Münzen als gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich, ist darauf abzustellen, ob die Münzen nicht nur als Zahlungsmittel gelten, sondern auch tatsächlich Zahlungsmittel sind.

    Das kann nicht angenommen werden bei Münzen,

    bei denen der Ausgabewert (11 – 14 Euro) in so eklatanter Weise den Nominalwert (1,50 Euro) überschreitet,
    die tatsächlich nicht wirtschaftlich zum Nominalwert als Zahlungsmittel genutzt werden können.
    Diese Auslegung ist im Übrigen auch konform mit einer ähnlichen „Einstufung“ im UStG, wonach Umsätze solcher Silbermünzen in Form gesetzlicher Zahlungsmittel, die wegen ihres Metallgehalts oder ihres Sammlerwerts gehandelt werden, bei der Einfuhr aus Drittländern nicht umsatzsteuerbefreit sind.

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