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Philipp Vorndran, beim Kölner Vermögensverwalter „Flossbach & von Storch“ für die Anlagestrategie zuständig, investiert privat in Silbermünzen. Dies erwähnte der Bericht der ARD-Börse am 28. November. (http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_398346). Für uns ein Grund nachzufragen!

Warum investieren Sie privat in Silbermünzen, die gesetztliche Zahlungsmittel sind?

Philipp Vorndran, Kapitalmarkt-Stratege der Flossbach & von Storch AG aus Köln

Philipp Vorndran, Kapitalmarkt-Stratege der Flossbach & von Storch AG aus Köln

Philipp Vorndran: Ganz einfach, weil es die ideale Art ist in Silber zu investieren mit einem Anlagefloor (Nominalwert der Euro- oder DM-Münzen) und ohne Mehrwertsteuer. Nach den alten Münzen muss allerdings etwas suchen (Internet, Notenbank oder Flohmärkte) und bei den Euro-Münzen bei seiner Hausbank hartnäckig danach fragen.

Welche Münzen bevorzugen Sie?

Philipp Vorndran: Meine „Lieblingsmünzen“ sind die 5-DM Münzen bis 1977 sowie die 10-DM Münzen zwischen 1998 und 2000. Bei diesen ist der Silberwert momentan höher als der Nominalwert. Trotzdem gibt es „leider“ immer noch Bundesbürger, die diese Münzen zur Bundesbank bringen um sie gegen Euro umzutauschen oder die sie findigen Gold- und Silberhändlern mit einem Abschlag zum Nominal- und Silberwert verkaufen. Einmal mehr ein klares Signal, dass viele Deutsche zu wenig über Vermögensaufbau und Vermögenserhalt wissen – aber das ist eine ganz andere Baustelle, die aber vielleicht mehr mit den finanziellen Problemen Europas zu tun haben als wir glauben.

Bundesdeutsche Gedenkmünzen und deren Materialwert am 6.12.2009

Bundesdeutsche Gedenkmünzen und deren Materialwert am 6.12.2009

Wie viel physisches Silber sollte man besitzen?

Stellen Sie sich vor, es würde Sie ein Familienvater fragen, der sich Sorgen um die Zukunft macht.

Philipp Vorndran: Der bin ich ja, insofern fragen Sie den Richtigen … Spass bei Seite – wir bei Flossbach & von Storch halten für unsere Kunden zirka 10% physische Edelmetalle, davon würde ich persönlich 2 bis 4% in Silber und den Rest in Gold halten (je größer das Vermögen ist, desto kleiner fällt idealerweise der Silberanteil aus). Der Familienvater sollte aber darauf aufpassen, dass er sich keine Silbermedaillen andrehen lässt, deren Silberwert nur ein Bruchteil des Kaufpreises darstellt. Solche Angebote liegen in der jüngsten Zeit verstärkt in den Briefkästen. Da machen Schlaumeier mit der Angst der Bevölkerung ein gutes Geschäft.

Zunehmend empfehlen Vermögensverwalter ihren Kunden, mit 5-10 % des Vermögens, einige sogar mehr, in Gold und andere Edelmetalle zu gehen.

Wie viele Kunden setzen diesen Ratschlag wirklich in der empfohlenen Höhe um?

Philipp Vorndran: Bei uns sind es fast 100%. Wenn ich auf meinen Vorträgen jedoch ins Publikum frage, melden sich lediglich 15% auf die Frage „Wer von ihnen hält Edelmetalle in einer Größenordnung von 5.000 Euro?“. Eine Edelmetallblase sieht anders aus.

Infos zum Vermögensverwalter „Flossbach & von Storch“: www.fvsag.com/de

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Bildmaterial: Philipp Vorndran

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