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Bis vor kurzem hat sich kaum jemand für die Nummerierung unser Banknoten interessiert. Seit Bestsellern wie Prof. Max Ottes Der Crash kommt ist das anders.

Heute weiß man, dass jede Banknote eine einmalige Kennung hat – bestehend aus einem Buchstaben und elf Ziffern.

Sind die Buchstaben eine Länderkennung?

Umgangssprachlich ja. Von staatlichen Institutionen wird jedoch darauf hingewiesen, dass der Buchstabe keine verbindliche Aussage darüber erlaubt, welche nationale Notenbank den Schein ausgegeben hat und wo er gedruckt wurde. Nicht jedes Euro-Land verfügt nämlich über zugelassene Druckereien bzw. stellt alle Stücklungen selbst her.

Bei diesen Euroscheinen handelt es sich um keine "deutschen"

Bei diesen Euroscheinen handelt es sich um keine „Deutschen“

Dennoch werden die Banknoten nach diesem Schema den nationalen Notenbanken zugeordnet:

X Deutschland
Z Belgien
Y Griechenland
V Spanien
U Frankreich
T Irland
S Italien
R Luxemburg
P Niederlande
N Österreich
M Portugal
L Finnland
H Slowenien
G Zypern
F Malta

Gesetzliches Zahlungsmittel

Jeder Euroschein (egal mit welcher Länderkennzeichnung) ist im gesamten Euroraum gesetzliches Zahlungsmittel.

Was passiert bei einem Auseinanderbrechen der Währungsunion?

Die nationalen Notenbanken, bei uns die Bundesbank, sind verpflichtet jeden Euroschein anzunehmen.

Dieser kann dann allerdings nur gegen einen anderen getauscht werden, denn die wenigsten werden bei der Bundesbank ein Konto haben, auf dem die Banknote eingezahlt werden könnte.

Link: Filialen der Bundesbank

Wie sieht die Praxis aus?

Tatsächlich kommt es zu einer Hortung von Euroscheinen in vermeintlich sicheren Ländern. Besonders gerne werden Scheine mit einem X gehortet. Nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in den als wirtschaftlich schwächer geltenden Ländern (Portugal, Italien, Griechenland, Spanien = teilweise spricht man schon von den PIGS-Staaten in Anlehnung an die englische Übersetzung).

Achten Sie mal in nächster Zeit auf Ihre Scheine in der Geldbörse. Ich achte schon seit einigen Wochen darauf und muss (subjektiv) die Entwicklung bestätigen.

Fazit

Dass man mit Geldscheinen von Staaten, die aus der Währungsunion ausbrechen, finanziell zu schaden kommt, ist nach heutiger Rechtslage sehr unwahrscheinlich. Gesetze können aber geändert werden.

Ein finanzieller Schaden entsteht eher durch die Hortung von Euroscheinen, da diese nicht verzinst werden. Geldscheine gehören aufs Konto. Zur Wertehortung eignen sich Edelmetalle, denn Gold- und Silbermünzen sind ebenfalls Geld.

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Bildmaterial: AG Edelmetalle

2 Kommentare auf “Deutsche Euro-Scheine verschwinden aus dem Zahlungsverkehr”

  1. Klaus Müler sagt:

    Frage:
    Immer wenn ich in Spanien am Automaten Geld ziehe bekomme ich Euroscheine mit der Kennung G vor der Zahl.
    Was bedeutet das?

    • admin sagt:

      Danke für die Anfrage! Seit letztem Jahr gibt es zwei neue Buchstaben auf den Euroscheinen – und zwar

      G für Zypern und
      F für Malta

      (unsere Auflistung habe ich jetzt entsprechend ergänzt)

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