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Der große Raubzug

Das Werk von Alexander Dill trägt den Untertitel „Wie im Windschatten der Weltfinanzkrise die Staatskassen geplündert werden“. Das ist der rote Faden, der sich durch unser Land und durch dieses Buch zieht.

Verantwortliche werden beim Namen genannt

Der große Raubzug

ISBN: 978-3898794893     Preis: 19,90 €

Der Autor schreckt nicht zurück Personen zu benennen, die Hand­lungen zum gewaltigen finanz­iellen Nach­teil des deutschen Volkes vorge­nommen haben.

Man kann das Motto „raus aus der Staats­kasse, rein in die Privat­tasche“ unter­stellen. Diese Vor­gänge haben so ein großes Ausmaß, dass eigens Organ­isationen und recht­liche Regel­ungen dafür geschaffen wurden.

Jörg Asmussen

Dill schreibt über Jörg Asmussen [SPD, Bundes­finanz­ministerium, True Sale Inter­national (Lobby­organisation für „asset backed securities“ – Finanzvehikel der Subprime-Krise und Milliarden­verlusten auf deutscher Seite), IKB (Pleite wegen vorgenannter Finanzvehikel), Bundesanstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (BaFin), Bankenrettungsfonds SoFFin sowie einige weitere Banken (siehe Wikipedia)].

Es darf zumindest als spannend bezeichnet werden, dass Asmussen mit zeitlichen Überschneidungen auf Seiten der Lobbisten, der Regierung, der Staats- und Privatbanken, der Aufsicht und der Rettung tägig war und teilweise sogar noch ist. Umverteilung von öffentlichen in privates Vermögen aus einer Hand? Die enormen Verluste, die in Deutschland gemacht worden sind, sind naturgemäß die Gewinne auf einer anderen Seite!

Weitere Verantwortliche

Behandelt werden u.a. Josef (Joschka) Fischer, Hans Eichel, Peer Steinbrück, Angela Merkel, Siegmar Mosdorf, Gerhard Schröder, Axel Weber und Edmund Stoiber.

Die Schulden erwürgen Land und Gesellschaft

Wie oft hört man, dass die Steuern gesenkt werden, um Wirtschaftswachstum zu generieren? Eine gelbe Partei bezeichnet sich sogar als Steuersenkungspartei. Genau diese Partei war die meiste Zeit, der 30 Jahre, in denen Alexander Dill einen Steuer- und Abgabenvergleich aufzeigt, in Regierungsbeteiligung.

1979 2009
Trotz ständiger Erhöhung der Steuer- und Abgabenlast erhöhten sich die Schulden extrem!
Mehrwertsteuer 12 % 19 %
Sozialabgaben 28 % 40 %
Maximale Betrag 5.000 €
Pflegeversicherung 1,7 %
Arbeitslosenversicherung 2 % 3,3 %
Staatsverschuldung Bund 103 Milliarden 1.500 Milliarden (inkl. der neuen Garantien)
Zinsausgaben Bund 2,7 Milliarden 42 Milliarden

Wem gehört Deutschland?

Bei wem hat Deutschland diese hohen Schulden. Oder anders gefragt: Wem gehört Deutschland?

So wird die Staatsschuld verkauft

Abgesehen von den Bundes­schatz­briefen und Ähn­lichem für den kleinen Sparer, ver­auktioniert die Bundes­republik ihre Staats­anleihen. Gebote abgeben können nur vorab zuge­lassende Kreditinstitute. Im Jahr 2007 waren das 33 Banken:

  • Merrill Lynch
  • Deutsche Bank
  • J.P. Morgan
  • Morgan Stanley
  • UBS
  • Goldman Sachs
  • Royal Bank of Scotland
  • Société Générale
  • Barclays Bank
  • Lehman Brothers
  • Citigroup
  • BNP Paribas
  • HSBC Trinkaus & Burkhardt
  • Dresdner Bank
  • Bank of America
  • ABN AMRO Bank
  • Caylon
  • Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
  • Crédit Suisse
  • Norddeutsche Landesbank (NordLB)
  • Landesbank Hessen-Thüringen (HeLaBa)
  • ING Bank
  • DZ Bank
  • DekaBank
  • Bayerische Landesbank (BayernLB)
  • Nordea Bank
  • Hypo Real Estate
  • Westdeutsche Landesbank (WestLB)
  • Nomura Bank
  • Commerzbank
  • Sparkasse KölnBonn
  • Rabobank
  • BHF-Bank

(Viele der genannten Banken wurden mit Staatsgeldern „gerettet“. Der Leser erfährt im Buch die genauen Summen. Bleibt nur die Frage, ob die Banken wiederum an ihrer eigenen Rettung verdienen? (Kreditverbindung: Staat – Geschäftsbanken – Europäische Zentralbank).

Der Bieter mit dem geringsten Zinssatz erhält den Zuschlag. Da er die gesamte Staatsanleihe, dass können auch schon mal einige Milliarden an einem Tag sein, übernehmen muss, ist es nicht unüblich, dass sich mehrere Banken zu einem Bieterkonsortium zusammenschließen.

Alexander Dill über sein Buch

Selbstständige und Beamte

Dill plädiert um einen ausgeglichenen Bundeshaushalt zu erreichen, solle man Selbstständige und Beamte mit mehr Abgaben belasten. In meinem Bekanntenkreis finden sich einige „kleinere“ Selbstständige und „kleinere“ Beamte, von denen ich sagen kann, dass diese genauso zu kämpfen haben wie wir Arbeiter und Angestellte. Dort wird man kaum etwas zu holen finden!

„Der große Raubzug“ von Alexander Dill ist auf jeden Fall lesenswert und beim Verlag oder amazon.de bestell- und lieferbar.

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Bildmaterial: Finanzbuch Verlag

2 Kommentare auf “Der große Raubzug”

  1. Danke für die Rezension! Was die Reform der Rentenversicherung angeht, bin ich am Ball geblieben und errechne derzeit nicht nur eine Sozialabgabenreform, sondern damit verbunden auch eine Sanierung der Staatsfinanzen.
    Zu den „kleinen“: Diesen Vorwurf habe ich schon mehrmals gehört. Derzeit können kleine Selbständige überhaupt nicht für ihr Alter vorsorgen, bzw. erreichen dann – etwa in der Künstlersozialkasse – Rentenansprüche von 4-500 Euro, die damit unter Sozialhilfeniveau liegen. In Österreich und der Schweiz aber erhalten Sie die gesetzliche Mindestrente von ca. 950 Euro und Krankenversicherung umsonst . Die „grossen“ aber zahlen in der Schweiz ohne Beitragsbemessungsgrenze 9,5% vom Brutto ein – das sind enorme Beträge, die der Versicherungsgemeinschaft zu Gute kommen.
    Bei „kleinen“ Beamten kann ich nicht so ganz nachvollziehen, diese müßten zwar künftig wie kleine Angestellte den leider bisher viel zu hohen Arbeitnehmeranteil von 19,5% bezahlen, aber dieser ist ja so hoch, WEIL das System ungerecht ist.
    Insgesamt rechne ich mit meinem Sanierungsplan mit einer Gesamtentlastung von 100 Mrd. pro Jahr: 45 Mrd. Zinsen und 55 Mrd. Zuschuiss zur gesetzlichen RV.
    Ob diese dann zur Steuer- oder zur Abgabensenkung oder zu beidem verwendet werden, ist im Grunde egal, denn die „Kleinen“ profitieren sowohl von einer Umsatzsteuersenkung auf 12% wie von einer Erhöhung der Ein gangssteuier auf 20.000.- pro Jahr wie von einer Abgabensenkung auf 10% für Verdiener unter 25.000 pro Jahr.
    In jedem Fall kommt das Geld in ihrem Portmonnaie an, nicht in dubiosen Riestermodellen.

  2. Uwe Wiemer sagt:

    ich habe gerade zum Thema Bankenabzocke einen umfassenden Beitrag geschrieben. Der trifft auch hier genau mein Problem und leider gibt es im Einzelnen tausende dieser Probleme. Der Beitrag über mir ist auch wieder so eine Halbwahrheit. Ich habe mir nach der Wende, der Hierarchie ausbrechend, eine private Altersvorsorge durch eigene Leistung von 2 Mio € rechtmäßig erarbeitet. Sie waren ein Dorn im Auge der Mächtigen, starke Vermieter haben meine Mieter abgeworben, die Wohnungen wurden leer, übrig blieb ein Mio-Kredit. Der Gläubiger verkaufte an Bürger X, in der Eintragungsmitteilung zum Grundbuch stand 14 Tage später Frau Y und ich knappere an einer Restschuld. Das Gleiche in Dresden mit Mietnomaden in meinem Efhs., da Gleiche mit einem Investvorhaben für Betreutes Wohnen, in das ich meine letzten Reserven reingesteckt habe, 100 % Miervorverträge hatte (70 WE) und die Spakasse duech dad Hausbanksystem die Finanzierung hintertrieb, weil ich ja mit meinem Vorhaben der kommunalen Wohnungswirtschaft 70 Mieter entzogen hätte. 300 T€ weg und jetzt Zwangsversteigerung wegen rückständiger Grundschulden, die es bei einem negativen Grundstückswert eigentlich garnicht geben dürfte. Sagt mir, wer soll einen solchen Unsinn aushalten. Altersvorsorge weg, als Selbstständiger darf ich nicht mal Arbeitslos werden, Rente minimal, weil ich gottseidank zu DDR-Zeiteneingezahlt hatte, trotzdem unter dem Existenzminimum. Fazit: 20 Jahre BRD sind 20 Jahre Diebstahl der Leistungen von Millionen zugunsten von vielleicht 100. Und der Staat sonnt sich auch noch in seiner Selbstgerechtigkeit und holt zu horrenden Kosten sein Dienstauto nach Spanien. Ein Aufschrei der Enttrüstung, und dann?? NICHTS!!!

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