Unsere Leser werden vermutlich nicht auf die Idee kommen in den nächsten Wochen, wenn die Preise für Gold und Silber Achterbahn fahren, sich von Teilen ihres physischen Bestandes zu trennen. Richtig so.
Wann kommt es zu explodierenden Schwarzmarktpreisen?
a) Einschränkungen von Bargeld als Zahlungsmittel
In mehreren Internetforen findet man, dass Griechenland den Handel zwischen Privatpersonen und Unternehmen auf 1.500 Euro in bar gesetzlich beschränkt hat. Größere Beträge müssen per Überweisung oder mit anderen elektronischen und nachvollziehbaren Zahlungsmitteln gemacht werden.
Wann führen weitere EU-Staaten dies ein?
b) Erlaubnispflicht für Edelmetallhändler
Derzeit kann so gut wie jeder mit Gold und Silber handeln. Es ist lediglich eine Gewerbeanmeldung zu machen. Bisher gibt es keine Erlaubnispflicht, so wie sie Immobilienmakler, Darlehensvermittler oder Finanzdienstleister kennen.
Ein Grund warum alle paar Tage ein neues Edelmetallgeschäft entsteht. Wenn der Staat dies einschränken möchte, wird es neue Regelungen im Gewerberecht geben.
c) Steuern auf Gold und Silber
Anlagegold ist zurzeit in der gesamten EU und in der Schweiz umsatzsteuerbefreit. Muss das so bleiben? Gibt es einen triftigen Grund weshalb Anlagemünzen aus Silber gegenüber Barren steuerlich bevorzugt werden?
Früher oder später wird man auf Silbermünzen den vollen Umsatzsteuersatz zahlen müssen. Wenn nicht sogar mehr, da es sich um eine Flucht „Reicher“ aus Papiergeld handelt (Sonderabgaben).
d) Engpässe bei der physischen Verfügbarkeit
Die Seltenheit der Edelmetalle ist ein wichtiger Grund für die Wahl als Wertaufbewahrungsmittel. Doch wenn immer mehr Menschen nachvollziehen, dass die Chance, dass unsere Papierwährungen auf Dauer wertstabil bleiben, sinkt – dann wird der Zustrom der Gold- und Silberkäufer anschwellen und die physischen Märkte in Hochphasen zum Austrocknen bringen.
Schwarzmarkt bedeutet enorme Aufschläge
Wer zu spät kommt ist bereit deutliche Aufschläge zu zahlen, um überhaupt Edelmetalle zu erhalten. Da die offizielle Schiene leistungsmäßig überfordert oder staatlich eingeschränkt sein wird, wenn es zum Ansturm kommt, wird automatisch ein Schwarzmarkt entstehen. Hier werden wir Preise sehen, die heute als unvorstellbar gelten.
Fazit
Für Edelmetallbesitzer gilt: In Schwächephasen physisch nach kaufen. Neueinsteiger sollten egal zu welchem Preis, die erste kleine Position aufbauen, um überhaupt etwas zu haben.
Und bitte nicht von Medienberichten über „unnützes Metall“ oder „hoch spekulative Anlage“ in Zeiten des temporären Preisrückgangs verunsichern lassen. Dies dient zur dazu Neueinsteiger aus dem Markt zu spülen…
Verwandte Themen
Gold- und Silbershops im Internet
Mehrwertsteuererhöhung auf Silber?
Bildmaterial: silberling.de · anlagegold24.de



