Kursverlauf: 1 Unze Silber in US-Dollar, 1 Woche Kursverlauf: 1 Unze Gold in US-Dollar, 1 Woche

Uns erreichte eine Leserfrage, ob es bei Gold nicht auch eine „Inflation“ gebe. Schließlich werde täglich neues Gold aus Minen gewonnen …

Das gesamte Gold, welches die Menschheit dem Erdreich abgewonnen hat, wird auf 180.000 Tonnen geschätzt. Weil Gold kaum verbraucht wird, es wird beispielsweise als Schmuck oder in Tresoren hauptsächlich gehortet, darf man davon ausgehen, dass das meiste Gold noch da ist.

Die Goldzugewinnrate liegt bei 1,4 % per anno

mine

Verursacht die Minenproduktion eine Goldinflation?

Die jährliche Minenförderung liegt bei etwa 2.400 Tonnen. Beide Werte ins Verhältnis gesetzt ergäbe dies eine „Goldinflation“ von knapp 1,4 %. Doch ist Gold in den vergangenen Jahren günstiger geworden?

Nein – und diese beiden Punkte sind hier besonders wichtig:

  • Die meisten Papiergeldwährungen weisen eine höhere Inflation auf (vergleiche die Inflationscharts).
  • Gold ist Geld. Gold ist eine eigene Währung und zwar eine, die schon seit Jahrtausenden existiert.

Gold ist nicht nur Rohstoff, sondern auch Währung

Häufig wird Gold lediglich als Rohstoff mit interessanten Eigenschaften dargestellt. Kritiker weisen beim Preis auf Nachfrage und Angebot. Besonders „gewiefte Köpfe“ stellen den „Glauben an Gold“ als den Preistreiber da. Würde das Vertrauen in Gold nachlassen, dann würde der Preis in sich zusammenbrechen.

Wie sieht es jedoch mit Papiergeld wie Euro oder US-Dollar aus? Sind diese nicht viel abhängiger vom Vertrauen? Ihnen fehlt nämlich jede materielle Substanz!

Ware wird gegen Geld und Geld wieder gegen Ware getauscht

unze gold

1 Unze feinstes Gold. Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel.

Jedes Geldzeichen, unabhängig ob Euroschein oder Goldmünze, wird akzeptiert als Tauschmittel gegen eine andere Ware oder Dienstleistung. Dieses Tauschmittel muss zur allgemeinen Akzeptanz teilbar und wertbeständig sein. Inflation ist der Feind der zweiten Anforderung.

Die ständige Goldgewinnung aus Minen stellt keine wirkliche Gefahr für die Wertbeständigkeit von Gold dar. Liegt doch die Geldmehrung von Euro und US-Dollar um ein Vielfaches höher. Nur wird hier die Inflation mittels „wissenschaftlicher“ Mittel nach unten korrigiert.

Fazit

Den Begriff Goldinflation darf man als Nebelkerze abhaken. Er ist nicht gleichzusetzen mit der Inflation von Papiergeldwährungen.

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Bilder: U.S. Silver · AG E

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