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Amtliche und nicht-amtliche Inflationsrate

Amtliche und nicht-amtliche Inflationsrate: zwei verschiedene Berechnungsmethoden.

In der Bundesrepublik Deutschland ermittelt das Statistische Bundesamt monatlich die Inflationsrate anhand eines Warenkorbs. Dieser setzt sich aus 700 Güterarten von Äpfeln über Mieten bis hin zu Zigaretten zusammen.

Die Preise werden von Testern aus 188 deutschen Gemeinden sowie einer Internetrecherche ermittelt. Es handelt sich also um reale Preise.

Kritik an der amtlichen Inflationsangabe

Der Aufwand und die Qualität der Datenerhebung vom Statistischen Bundesamt sind außerordentlich gut. Kritiker sehen jedoch in der anschließenden Berechnung Probleme. Konkret stehen vier Teilberechnungsmethoden unter Verdacht, die Inflationsrate nach unten zu manipulieren:

  • der Surrogatansatz
  • hedonische Preisberücksichtigung
  • geometrische Gewichtung
  • Interventionbereinigung

Eine kurze Erklärung der Begriffe finden Sie in unserem Artikel „Inflationsberechnung mit Tücken

Quantitätsgleichung als Alternative Berechnungsmethode

Der 100er ist heute noch 66 Euro wert

Der 100er von 2002 ist heute nur noch 66 Euro wert!

Die Quantitätsgleichung setzt sich zusammen aus dem Preisniveau und dem Handelsvolumen realer Waren und Dienstleistungen auf der einen Seite und auf der anderen der im Umlauf befindlichen Geldmenge und der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes.

Eine genauere Erläuterung zur Berechnung und warum diese Methode sinnvoll ist, können Sie bei „Optimal-Banking“ nachlesen.

Nach dieser ebenfalls wissenschaftlichen, aber in Opposition zur amtlichen Inflationsrate stehenden Methode, lässt sich eine aktuelle Inflation von 6,6 % ermitteln.

Umdenken bei der Vermögensanlage

Wer meint, dass die höhere Inflationsangabe eher auf die eigenen persönlichen Verhältnisse zutrifft, muss weg vom Sparbuch- oder Festgeldgedanken.

Gold und Silber sind klassische Anlagen in Inflationszeiträumen. Doch zum Leidwesen der meisten Bürger steigen sie meist zu spät ein. Die Preise für Edelmetalle sind in den vergangenen Jahren beachtlich gestiegen, jedoch ist im Umfeld der lockeren Geldpolitik weder bei Gold und Silber noch bei der Inflationsrate die Fahnenstange erreicht.

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