Kursverlauf: 1 Unze Silber in US-Dollar, 1 Woche Kursverlauf: 1 Unze Gold in US-Dollar, 1 Woche

Beim Blick auf die Entwicklung der Gold- und Silberpreise im Jahr 2013 zeigt sich, dass beide Edelmetalle auf Jahressicht hohe Verluste erzielten. Viele Experten wie etwa die Großbank Societé Generale gehen daher bereits von einem Ende der Gold-Ära aus.

Ein Blick in die Kulisse zeigt jedoch, dass Gold nach wie vor sehr gefragt ist. Zudem werden Schritt für Schritt preisdämpfende Sondereffekte auslaufen, was zu einem Anstieg der Preise führen könnte.

Enorme Edelmetallverluste im Jahr 2013

Anleger, die in Gold investieren, mussten im vergangenen Jahr einen deutlichen Preisrückgang verkraften. So reduzierte sich der Goldpreis in Euro um mehr als 30 Prozent, der Preis für eine Feinunze Silber reduzierte sich in Euro gerechnet sogar um fast 40 Prozent.

Für Anleger bedeutete dies enorme Wertverluste, auch wenn es sich hierbei lediglich um Buchverluste handelt. Für Schnäppchenjäger war diese Gold- und Silberpreisentwicklung jedoch vorteilhaft. Sie erwarben in Zeiten günstiger Preise enorme Gold- und Silbermengen und bescherten den Goldhändlern so 2013 Rekordabsätze bei Münzen und Barren.

Gold Depression

Die Entstehung der Goldpreis-Depression

Obwohl also die Nachfrage nach Gold und Silber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau ist, reduzierte sich der Goldpreis stetig.

Eine ähnliche Diskrepanz zwischen Nachfrage und Preis gab es lediglich in der zweiten Jahreshälfte 2008. Damals zog die Finanzkrise auf und Investoren mussten auf Kredit erworbene Papierkontrakte verkaufen. Gleichzeitig jedoch stieg die Nachfrage nach physischem Gold, das als Sicherheit in Krisenzeiten als Anlagealternative zu Aktien gewählt wurde.

Im Jahr 2013 begann der Kursverfall des Goldes mit der Forderung des EZB-Präsidenten Mario Draghi, der die zypriotische Notenbank aufforderte, 14 Tonnen Gold zu verkaufen, um diese zum Ausgleich von Verlusten von Hilfskrediten zu nutzen.

Innerhalb von wenigen verlor der Goldpreis daraufhin gut 15 Prozent an Wert. Als dann Indien als größter Goldimporteur der Welt Einfuhrbeschränkungen ankündigte und die Nachfrage hieraufhin deutlich einbrach, wurden bis Mitte Juli 2013 zyklische Tiefststände erreicht.

Indische Gold Importe

Gleichzeitig wurden die Goldnotierungen im vergangenen Jahr durch enorme Abflüsse aus Gold-ETF´s belastet, denn vor allem Anleger aus den USA trennten sich von ihren Goldinvestments.

Um sich vor weiteren Verlusten angesichts des sinkenden Goldpreises zu schützen, warfen diese Fonds allein im vergangenen Jahr gut 881 Tonnen Gold auf den Markt, was das Angebot deutlich vergrößerte, die Preise aber belastete.

Neue Impulse für 2014

Obwohl noch immer verschiedene Exchange Traded Funds Goldpositionen liquidieren, konnte sich der Goldpreis seit Juli 2013 auf niedrigem Niveau stabilisieren. Neue Kurstiefs wurden seither nicht mehr ausgebildet.

Der Grund für die Stabilisierung der Preise ist die Tatsache, dass zahlreiche Goldpessimisten nun Chancen im gelben Edelmetall sehen und zunehmend sowohl physisches Gold wie auch Minenaktien ins Portfolio nehmen.

Auch Größen wie Warren Buffet und Goldman Sachs hatten bei dem niedrigen Preisniveau investiert, obwohl sie sich öffentlich eher verhalten für Goldinvestments aussprechen.

Zusätzlich ergeben sich weitere Treiber für Gold- und Silberinvestments, durch die das Jahr 2014 durchaus positiv gestaltet werden kann. So sind nicht nur die Ausflüsse aus ETF´s weitgehend erfolgt, Indien plant außerdem, die Einfuhrbeschränkungen für Gold wieder zu lockern, denn Gold ist für viele Inder enorm wichtig.

Auch aus China steigt die Nachfrage und sorgt dafür, dass das Reich der Mitte wohl bald zum größten Nettoimporteur von Gold aufsteigen könnte. Hinzu kommt, dass zahlreiche Investoren, die auf fallende Goldpreise gesetzt haben, jetzt kaufen müssen.

Letztlich bleibt die Goldmenge weltweit trotz „Tapering“ der US-Notenbank weiterhin auf Rekordständen, was das Umfeld für Gold und Silber weiter verbessert. Dies alles sorgt dafür, dass die Nachfrage nach Gold steigt, das Angebot sich jedoch zunehmend verknappt und hierdurch Preissteigerungen die Folge sind.

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Kurzinfo zum Autor: Tim Schieferstein ist Geschäftsführer der GoldSilberShop.de GmbH, der Betreibergesellschaft von goldsilbershop.de. Privat gehört er seit 2004 zu den Edelmetallinvestoren.

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