Kursverlauf: 1 Unze Silber in US-Dollar, 1 Woche Kursverlauf: 1 Unze Gold in US-Dollar, 1 Woche

Gold als Rohstoff für Schmuck und auch als Zahlungsmittel wird seit Jahrtausenden vom Menschen geschätzt und verwendet. Unter einer Feinunze Gold versteht man eine Gewichtseinheit, in der Gold angegeben wird.

Am gängigsten sind die Maßeinheiten Unze (oz), Feinunze (oz tr) und Gramm (g). Eine Feinunze sind immer 31,10 Gramm Gold. Das Wort Unze stammt vom lateinischen Wort Uncia, das „Zwölftel“ bedeutet.

Beispiel Feinunze Gold

a) gibt an, dass es sich um Feingold mit einer Reinheit von 99,99 % Gold handelt
b) gibt an, dass es sich um 1 Unze (31,1 Gramm) handelt

Entspricht Unze auch Troy?

Im angloamerikanischen Raum wird die Feinunze noch heute als Maßeinheit verwendet. Dort heißt sie auch Troy, was sich vom Namen der französischen Stadt Troyes ableitet. Troyes war im Mittelalter eine bedeutende Stadt für den Handel und damit auch für den Handel mit Gold.

Teile einer Feinunze

Das Edelmetall lässt sich leicht schmelzen und verarbeiten, deshalb gibt es die Feinunze Gold und auch andere Maßeinheiten etwa in Form von Münzen oder Goldbarren zu kaufen. Die Feinunze wird in vielen nationalen Prägeanstalten auch als Vorgabe für andere Münzen verwendet, weshalb es z.B. 1/20 Feinunze oder 1/10 Feinunze gibt.

Eine Feinunze Gold übt aber nicht nur für Münzensammler einen besonderen Reiz aus. Sie eignet sich auch gut als Wertanlage. Gerade für die Börse und Anleger ist die Feinunze von besonderer Bedeutung: Traditionell wird der aktuelle Goldpreis je Feinunze angegeben.

Der Goldpreis wird traditionell in Feinunze angegeben.

Beim Abfassen dieses Artikels (März 2013) befindet sich der Goldpreis auf einem Jahrhunderthoch. Viele private Anleger sind durch die Wirtschafts- und Finanzkrise verunsichert, wie sie ihr Erspartes vernünftig anlegen sollen, und investieren in scheinbar sicheres Gold. Denn das, so sagt es der Volksmund, ist eine beständige Wertanlage.

Dass Gold als Anlageform zwar durchaus taugt, ist unter Anlageberatern und Finanzexperten unumstritten. Sie empfehlen ihren Kunden sogar, einen Teil ihres Vermögens in das Edelmetall zu investieren.

Gold ist allerdings von der wirtschaftlichen Produktionskette nicht beeinflussbar und gibt deshalb immer nur das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Markt wieder. Da so viele Menschen jedoch durch die Krise unsicher geworden sind, kaufen sie lieber Gold als z.B. Wertpapiere wie Aktien oder Fonds.

Immerhin ist dieses Wertgeschäft auch leichter zu verstehen: Man verwahrt die Goldmünze oder den Goldbarren einfach an einem sicheren Ort auf und kann entspannt die Goldpreise beobachten.

Weil so viele Menschen Gold kaufen, steigt der Wert des Edelmetalls natürlich. Und irgendwann wird er auch wieder fallen und alle wollen versuchen, ihr Gold wieder zu bares Geld zu machen. Deshalb sollte man nie sein gesamtes Vermögen in Gold stecken.

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Bildmaterial: Feinunze Gold ist eine Eigenproduktion der Arbeitsgemeinschaft Edelmetalle

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